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Kaufnebenkostenrechner

Berechnen Sie alle Transaktionskosten beim Immobilienkauf in Deutschland — einschließlich Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Maklergebühren.

Immobiliendetails
Geben Sie Ihre Kaufparameter ein

Geben Sie den vereinbarten Kaufpreis in Euro ein.

Die Grunderwerbsteuer variiert je nach Bundesland.


3.57%
%

Seit Dez. 2020 darf der Käuferanteil den Verkäuferanteil nicht übersteigen. Üblich sind je 3,57% (7,14% gesamt, 50/50 geteilt).

Notargebühren

%

Grundbuchkosten

%

Standardsätze: ~1,5% Notar, ~0,5% Grundbuch. Passen Sie die Werte an, wenn Sie ein genaues Angebot haben.

Gesamtkapitalbedarf

€390.495

Kaufpreis + alle Kaufnebenkosten

Kaufpreis

€350.000

Kaufnebenkosten

€40.495

Nebenkosten in %

11.57%

Kostenaufstellung
€40.495
Grunderwerbsteuer
Grunderwerbsteuer — wird an das Finanzamt gezahlt
€21.000
6.00% des Kaufpreises
Notarkosten
Notargebühren — inkl. Beurkundung & Vertragsentwurf
€5.250
1.50% des Kaufpreises
Grundbucheintrag
Grundbucheintrag — Eintragung des Eigentumswechsels
€1.750
0.50% des Kaufpreises
Maklerprovision (Käuferanteil)
Maklerprovision — Käuferanteil (50% der Gesamtprovision)
€12.495
3.57% des Kaufpreises
Kaufnebenkosten gesamt€40.495
Kostenanteile

Anteil an den gesamten Kaufnebenkosten

Grunderwerbsteuer
€21.000
Notarkosten
€5.250
Grundbuchkosten
€1.750
Maklerprovision
€12.495

Maklergesetz (Dez. 2020)

Seit Dezember 2020 dürfen Käufer nicht mehr Maklerprovision zahlen als der Verkäufer. Zahlt der Verkäufer 3,57%, ist das auch das Maximum für den Käufer. Der Rechner zeigt nur den Käuferanteil.

Nur eine Schätzung

Diese Zahlen sind illustrativ. Die genauen Notarkosten richten sich nach dem GNotKG und der Transaktionskomplexität. Bitte bestätigen Sie die Kosten mit Ihrem Notar und Steuerberater.
Grunderwerbsteuersätze nach Bundesland
Grunderwerbsteuer 2026
Baden-Württemberg5.0%
Bayern3.5%
Berlin6.0%
Brandenburg6.5%
Bremen5.5%
Hamburg5.5%
Hessen6.0%
Mecklenburg-Vorpommern6.0%
Niedersachsen5.0%
Nordrhein-Westfalen6.5%
Rheinland-Pfalz5.0%
Saarland6.5%
Sachsen5.5%
Sachsen-Anhalt5.0%
Schleswig-Holstein6.5%
Thüringen5.0%

Die Kosten verstehen

Regeln & Vorschriften

Grunderwerbsteuer (3,5%–6,5%)
Die Grunderwerbsteuer variiert erheblich je nach Bundesland — von 3,5% in Bayern bis 6,5% in Brandenburg, NRW, Saarland und Schleswig-Holstein. Sie wird auf den Kaufpreis erhoben und muss innerhalb eines Monats nach dem Steuerbescheid gezahlt werden. Erst nach Zahlung stellt der Notar die Unbedenklichkeitsbescheinigung für die Grundbuchumschreibung aus.
Notarkosten (~1,0%–2,0%)
Das deutsche Recht verlangt die notarielle Beurkundung aller Immobilienverkäufe (§ 311b BGB). Die Notargebühren sind im GNotKG geregelt und nicht verhandelbar — sie richten sich nach dem Kaufpreis. Die Kosten umfassen den Kaufvertrag, die Auflassung und ggf. die Grundschuldbestellung. ~1,5% ist ein solider Richtwert.
Grundbucheintrag (~0,3%–0,5%)
Der Grundbucheintrag dokumentiert Ihr Eigentum beim Amtsgericht. Das Grundbuchamt erhebt eine gesetzliche Gebühr basierend auf dem Immobilienwert — üblicherweise ca. 0,5% des Kaufpreises. Bei einer Hypothekenfinanzierung kommt die Grundschuldeintragung als weitere Gebühr hinzu.
Maklerprovision — Reform 2020
Das Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten (Dez. 2020) schreibt vor, dass Käufer nicht mehr Provision zahlen dürfen als der Verkäufer. In der Praxis zahlen beide Seiten üblicherweise je 3,57% (inkl. 19% MwSt.), insgesamt 7,14%. Bei Privatverkäufen entfällt die Käuferprovision oft ganz.
Neubau-Ausnahme
Bei Neubauten direkt vom Bauträger enthält der Kaufpreis bereits 19% MwSt., die Grunderwerbsteuer fällt aber trotzdem auf den vollen Betrag an. Separat in Rechnung gestellte Bauleistungen nach Kaufvertrag können jedoch befreit sein — dies erfordert sorgfältige steuerliche Gestaltung.
Share Deals & Steuervermeidung
Der Erwerb einer immobilienbesitzenden Gesellschaft (Anteilskauf / Share Deal) ermöglichte früher die Vermeidung der Grunderwerbsteuer unter 95% Beteiligung. Die Reform 2021 senkte die Schwelle auf 90% und verlängerte die Haltefrist auf 10 Jahre. Diese Strukturen erfordern nun sehr sorgfältige rechtliche Gestaltung.

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Häufig gestellte Fragen

Was sind Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf?

Kaufnebenkosten sind die zusätzlichen Kosten über den Kaufpreis hinaus beim Immobilienerwerb in Deutschland. Dazu gehören Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Grundbuchgebühren und ggf. Maklerprovision. Zusammen machen diese üblicherweise 7–12% des Kaufpreises aus.

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer?

Die Grunderwerbsteuer variiert je nach Bundesland zwischen 3,5% in Bayern und 6,5% in Brandenburg, NRW, Saarland und Schleswig-Holstein. Sie wird auf den vollen Kaufpreis berechnet und muss bezahlt werden, bevor die Grundbuchumschreibung erfolgen kann.

Kann man Notarkosten verhandeln?

Nein. Die Notarkosten sind im Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) geregelt und nicht verhandelbar. Sie richten sich nach dem Kaufpreis und betragen üblicherweise etwa 1,0–2,0% des Kaufpreises. Alle Immobilientransaktionen in Deutschland müssen gesetzlich notariell beurkundet werden (§ 311b BGB).

Wie wirkt sich die Maklerreform 2020 auf Käufer aus?

Seit Dezember 2020 schreibt das Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten vor, dass Käufer nicht mehr Provision zahlen dürfen als der Verkäufer. In der Praxis zahlen beide Seiten üblicherweise je 3,57% (inkl. 19% MwSt.), insgesamt 7,14%. Bei Privatverkäufen kann die Käuferprovision ganz entfallen.

Werden Kaufnebenkosten von der Bank finanziert?

In der Regel erwarten deutsche Banken, dass Sie die Kaufnebenkosten aus Eigenkapital decken. Die meisten Banken finanzieren bis zu 80–90% des Kaufpreises, aber nicht die Nebenkosten. Das bedeutet, dass Sie mindestens 10–15% des Kaufpreises an Ersparnissen benötigen, um die Kaufnebenkosten zu decken.

In welchem Bundesland sind die Kaufnebenkosten am niedrigsten?

Bayern hat mit 3,5% die niedrigste Grunderwerbsteuer. Zusammen mit den Standardgebühren für Notar und Grundbuch beginnen die Gesamtnebenkosten in Bayern ohne Makler bei ca. 5,5% des Kaufpreises — verglichen mit 8,5% oder mehr in Bundesländern mit 6,5% Grunderwerbsteuer.

Wie kann ich Kaufnebenkosten reduzieren?

Die wichtigste Möglichkeit ist der Kauf ohne Makler (provisionsfrei / Privatverkauf), was 3–4% des Kaufpreises spart. Notar- und Grundbuchgebühren sind gesetzlich festgelegt und nicht verhandelbar. Die Wahl einer Immobilie in einem Bundesland mit niedrigem Steuersatz wie Bayern hilft ebenfalls. Bei Neubauten kann unter Umständen die Trennung von Grundstücks- und Bauvertrag die Grunderwerbsteuer-Bemessungsgrundlage reduzieren.

So verwenden Sie den Kaufnebenkostenrechner

1. Kaufpreis eingeben

Geben Sie den vereinbarten Kaufpreis der Immobilie ein. Alle Nebenkosten werden als Prozentsatz dieses Betrags berechnet. Für Neubauten verwenden Sie den Gesamtvertragswert inklusive Mehrwertsteuer.

2. Bundesland auswählen

Wählen Sie das Bundesland, in dem sich die Immobilie befindet. Die Grunderwerbsteuer variiert von 3,5% in Bayern bis 6,5% in Brandenburg, NRW, Saarland und Schleswig-Holstein.

3. Maklerprovision anpassen

Stellen Sie den Käuferanteil der Maklerprovision ein. Seit Dezember 2020 zahlen Käufer maximal 3,57% (50% der üblichen 7,14% gesamt). Bei Privatverkäufen setzen Sie den Wert auf 0%.

4. Gesamtkapitalbedarf prüfen

Der Rechner zeigt Kaufpreis + alle Nebenkosten. Das ist Ihr Gesamtkapitalbedarf — ziehen Sie Ihr Eigenkapital ab, um den Darlehensbetrag zu ermitteln.

Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf in Deutschland: Ratgeber 2026

Beim Immobilienkauf in Deutschland ist der ausgeschriebene Kaufpreis nur ein Teil der Gesamtkosten. Kaufnebenkosten kommen mit üblicherweise 7–12% hinzu — und anders als in manchen Ländern werden diese Kosten fast ausschließlich vom Käufer getragen. Ein genaues Verständnis jeder Komponente hilft Ihnen, realistisch zu budgetieren und Überraschungen beim Notartermin zu vermeiden.

Die größte Einzelposition ist die Grunderwerbsteuer, die je nach Bundesland zwischen 3,5% in Bayern und 6,5% in Brandenburg, NRW, Saarland und Schleswig-Holstein liegt. Diese Steuer ist nicht verhandelbar und muss bezahlt werden, bevor das Grundbuchamt das Eigentum überträgt. 2026 wird ein möglicher Freibetrag von bis zu 500.000€ für Erstkäufer diskutiert, der jedoch noch nicht in Kraft getreten ist.

Notarkosten sind im GNotKG geregelt und betragen üblicherweise 1,0–2,0% des Kaufpreises. Seit Juni 2025 sind die Gebühren durch die KostBRÄG-2025-Reform um 6–9% gestiegen. Der Notar wickelt den Kaufvertrag, die Auflassung und ggf. die Grundschuldbestellung ab.

Sobald Sie Ihre Gesamtnebenkosten kennen, nutzen Sie unseren Tilgungsrechner, um Ihre monatliche Rate zu berechnen — basierend auf dem Darlehensbetrag, der sich aus Kaufpreis plus Nebenkosten minus Eigenkapital ergibt.